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Worauf ist noch Verlass

Naturkalender (10 Einträge)

Tomate Humboldt Tomate Indigo Blue Tomate Ochsenherz
368 mal angesehen
13.08.2017, 19.04 Uhr

Unsere Nahrung von morgen ...

„All the flowers of all the tomorrows are in the seeds of today“, lautet ein indisches Sprichwort. Frei übersetzt: „Alle Blumen von morgen sind in den Samen von heute enthalten“.

Mehr als Blumen

Ein wunderbares, wahres Sprichwort! Wir können uns glücklich schätzen, dass es so ist. Und es betrifft nicht allein die Blumen, die uns mit ihren Blüten erfreuen aber auch Insekten ernähren, die wiederum unsere Nahrungspflanzen bestäuben.
Dieses Sprichwort betrifft auch unser Obst und Gemüse, alle unsere Nahrungspflanzen. Und so hoffnungsvoll es klingt, soviel Glück es verheißt, so viel Mahnung sollte es und gleichermaßen sein. Es sollte uns auch erinnern an eine Vielfalt der Pflanzen, die es noch immer gibt, die aber auch einmal größer war, die jedoch gewaltig geschrumpft ist.

Für kommende Generationen

Im Saatgut von heute liegt die gesunde Ernährung unserer Kinder und Enkelkinder. Auch so kann man dieses Sprichwort verstehen. Deshalb dürfen wir es nicht zulassen, dass die Vielfalt der Arten und Sorten auf wenige Sorten zusammenschrumpft. Es liegt an uns. Jede Gartenfreundin, jeder Gartenfreund kann ein wenig von dieser Vielfalt erhalten, indem Sie oder Er das Saatgut von ein, zwei oder mehreren Sorten gewinnt, vermehrt und weitergibt. Möglich ist dies nur mit samenfesten Sorten, also solchen, aus deren Samen Pflanzen mit genau den gleichen Eigenschaften der Mutterpflanzen hervorgehen. Besser noch: Durch eine sorgfältige und gezielte Auslese lassen sich diese Sorten sogar verbessern und an den jeweiligen Standort anpassen. Sie sind besser als solche, die der besseren klimatischen Bedingungen und der billigen Arbeitskräfte wegen in Afrika kultiviert aber in unserer gemäßigten Klimazone verkauft werden.

Wehret den Anfängen!

Mit F1-Hybriden ist die eigene Vermehrung von Sorten nicht möglich, man erhielte niemals Pflanzen mit den sortentypischen Eigenschaften. Von gentechnisch veränderten Pflanzen ganz zu schweigen. Die sind zwar hierzulande bisher nur für Forschungszwecke zugelassen, doch: Wehret den Anfängen!

Wer das Saatgut hat, besitzt die Macht!

Wenn wir mit einer F1-Hybridsorte einmal gute Erfahrungen gemacht haben, ist sie für uns unwiederbringlich verloren, sobald sie die Saatgutindustrie vom Markt nimmt. Dann sind wir genötigt, eine andere Sorte zu kaufen. Dies gilt auch für gentechnisch veränderte Sorten, sofern die einmal bei uns auf den Markt kommen sollten. Das Perverse daran: Nicht immer dient die Gentechnik in den Pflanzen der Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Schädlinge, sondern eher gegenüber Pestiziden, die genau von der gleichen Firma hergestellt werden wie das Gentec-Saatgut. So bindet die Saatgut- und zugleich Pestizidindustrie ihre Kunden an sich.
Da diesen Markt weltweit nur wenige große international agierenden Konzerne in enger Verflechtung mit einigen bei uns heimischen Saatgutfirmen beherrschen, üben sie Macht über uns alle aus. Zu Ende gedacht, bestimmen bald nur zwei oder drei Konzerne, was bei uns auf den Teller kommt und was nicht.

Saatgut und Wissen weitergeben

Deshalb ist es an der Zeit uns zu wehren! Wenn viele Gärtner und Landwirte die eine oder andere samenfeste Sorte vermehren, sie selektieren und verbessern und dieses Saatgut weitergeben, dann ist damit zwar noch nicht die Versorgung mit Lebensmitteln für unsere Zukunft gerettet, jedoch sind damit schon viele kleine Schritte zur Erhaltung der Vielfalt unserer Nahrungmittel getan.

Weitergeben sollte man auch das Wissen über diese Zusammenhänge. Aus diesem Grund halte ich zu diesem Thema am Samstag, den 9. und Sonntag den 10. September jeweils um 13 Uhr einen Vortrag auf der Illertisser Gartenlust in der Staudengärtnerei Gaißmayer in Illertissen. Ich freue mich, Sie dort zu treffen!

Eine kleine Vielfalt samenfester Tomaten und anderer Gemüsesorten finden Sie auch auf meiner Homepage [www.gartenschreiber.de]
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WolframFranke

WolframFranke

Alter: 69 Jahre,
aus Vaterstetten

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Kommentare

16.08.2017 20:08 KaffeePott1
wir haben dieses Jahr auch allerlei Tomato-Sorten ausprobiert und ja, sie schmecken lecker und alle Sorten unterschiedlich.
Im nächsten Jahr wieder!
15.09.2017 08:45 Leanne
Interessanter Beitrag
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