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Worauf ist noch Verlass

Naturkalender (8 Einträge)

Hochbeet Hochbeet Hochbeet
97 mal angesehen
08.01.2018, 18.17 Uhr

Holzschutz mit Feuer

Für ein neues Früh-Hochbeet, eine von mir erfundene Kombination von Frühbeet und Hochbeet habe Kanthölzer aus sägerauem Fichtenholz nach meinen Maßangaben zuschneiden und liefern lassen. Ein Segen, dass man das noch kaufen kann, wo einem doch sonst allerorts der kesseldruckimprägnierte Baumarktschrott angedreht wird. Dabei ist es ein Trugschluss, dass kesseldruckimprägniertes Holz länger hält als unbehandeltes. Die Imprägnierung dringt nur wenige Millimeter tief ins Holz ein. Und gerade dort, wo die Holzteile mit feuchter und an Mikroorganismen reicher Erde zusammenkommen, wo Feuchtigkeit und Trockenheit, Wärme und Kälte einander abwechseln, „arbeitet“ das Holz, es dehnt und zieht sich wieder zusammen und bekommt mehr und mehr Risse. In die dringen, ungeachtet der Imprägnierung, Feuchtigkeit und mit ihr Mikroorganismen ein, die das Holz faulen lassen.

Kesseldruckimprägniertes Holz ist für den Sondermüll

Mit Imprägnierung halten die Holzteile auch nicht länger als ohne. Sie sind nur wesentlich teurer. Und sie enthalten Schwermetalle, die in die Erde übergehen, wenn dieses Holz fault. Man kann es dann nur noch auf dem Sondermüll entsorgen.
Teurer als Fichte sind auch Lärchenholz oder gar Eichenholz. Sie halten einige Jahre länger. Ob es wirklich lohnt, diese wertvollen Hölzer anstelle von Fichte für ein Hoch- oder Frühbeet zu verwenden, sei dahin gestellt.

Alte Technik der Bauern

Ich erinnerte mich daran, wie früher die Bauern ihre Weidepfähle haltbar machten. Sie haben die angespitzten Enden so lange ins Feuer gehalten und angekokelt, bis sich eine schwarze Haut aus Holzpech bildete. Das machte die Spitzen nahezu immun gegen jede Angriffe von außen. So entfachte auch ich ein Feuer und schob die Vierkanthölzer (6 x 8 cm) in die Flammen, bis sie von drei Seiten verkohlt waren, vor allem dort wo sie mit Erde in Berührung kommen. Dies war ein langer Prozess. Ich trug lederne Arbeitshandschuhe, um mir nicht die Finger zu verbrennen und musste mich mit einer Schutzbrille und Atemmaske vor Rauch schützen. Es war aber auch eine schöne, nahezu meditative Tätigkeit.
Auf einer Unterlage aus alten Ziegelsteinen fügte ich sie mithilfe von Gewindestäben zu einem Hochbeet zusammen, das ich mit selbst gebastelten Fenstern abdeckte.

Eine genaue Beschreibung finden Sie auf meiner Homepage: [www.gartenschreiber.de]
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Geschrieben von

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WolframFranke

WolframFranke

Alter: 69 Jahre,
aus Vaterstetten
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Kommentare

18.01.2018 20:47 Nitroklaus
Alte Technik neu aufgelegt. In einigen Gegenden dieser Welt wurden die Dachbalken durch geöffnete Schornsteinlöcher gezielt geräuchert.
Das Ergebnis war, dass die Balken mit zunehmendem Alter immer härter wurden.
Wie konnte dieses Wissen dermaßen in Vergessenheit geraten ?
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