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Elisabeth Melzers Blog (92 Einträge)

O(A)kroschka Kalte Tomaten-Fenchelsuppe Kalte Erbsensuppe
289 mal angesehen
31.07.2018, 11.10 Uhr

Kalte Suppe für heiße Sommertage

Suppe im Sommer – ja bitte! Gazpacho, die ebenso würzige wie erfrischende Tomaten-Gurkensuppe aus Spanien kennen viele aus den Ferien. Mir ist jedoch nicht bekannt, dass die exotische Urlaubs-Bekanntschaft einen Hype auf kalte Gemüsesuppen ausgelöst hätte. Auch bei mir nicht! Sinnvoll wäre es in einem Sommer wie dem diesjährigen durchaus, denn schwere Kost ist an heißen Tagen so gar nicht angesagt. Sie würde das Suppenkoma nach der Mittagspause nur noch verlängern. Sich stattdessen auf erfrischende Säfte zu stürzen, bringt reichlich Zucker (Saccharose, Fructose) und nicht selten eine Übersäuerung mit sich. Gemüse dagegen wirkt in unserem Stoffwechsel basisch, denn es ist randvoll mit Mineralien. Diese braucht unser Körper jetzt mehr als sonst, weil wir viel schwitzen und dabei eben nicht nur Wasser, sondern auch Mineralien bzw. Mineralsalze verlieren.

Also auf zur kalten Suppe! Klingt wie kalter Kaffee, ist aber viel leckerer, finde ich. Ich gestehe, dass die Anregung für das Thema vom Rezept-Portal Chefkoch kam. Ich habe es aufgegriffen, herumprobiert und mein eigenes Ding daraus gemacht. Mayonaise in der Suppe, nein danke! Ein Mix an verschiedensten Milchprodukten – nicht nötig! Möhre und Avocado – kann ich mir nicht so recht vorstellen, das kommt fad daher. Aber die Säure von Tomaten, dem typischen Sommergemüse, das es jetzt in Hülle und Fülle gibt, passt zu vielen anderen Gemüsen: Knollen- und Staudensellerie, Zucchini und Karotten, Paprika und zu Früchten wie Aprikose, Nektarine, Pfirsich und Melone. Sie können das Fenchel-Tomaten-Rezept als Grundlage nehmen und varieren: Staudensellerie und/oder Früchte statt Fenchel usw.

Als Basis für eine kalte Suppe, bei der das Gemüse nicht vorher gekocht wurde, eignen sich statt der Tomaten auch Gurken, Avocado und Körnermais. Statt mit Toastbrot lässt sich die Suppe mit Avocado, gekochten Berglinsen, geriebenen Walnüssen oder Mandeln andicken. Die Kräuter und Gewürze können in die mittelmeerische, orientalische oder indische Richtung gehen.

Etliche kalte Suppen, die man im Internet findet, sind überfrachtet mit Zutaten, auch ungewöhnlichen. Gut möglich, dass da einer vom anderen abschreibt und zwangsläufig immer noch etwas hinzufügen muss. Doch jede/r von uns hat ein Lieblingsgemüse und dazu passen zwei, drei Gewürze und Kräuter, ein Spritzer Zitrone und manchmal 1 TL Süße (Ahornsirup, Agavendicksaft, Honig) zum Abrunden. Fehlt noch der Aufenthalt im Kühlschrank, und fertig ist die kalte Suppe. Als Suppenbasis eignet sich neben der Gemüsebrühe auch ein Teil Buttermilch, Joghurt oder Sauerrahm, Sojamilch, Kefir und besonders apart: Kokosmilch.

Eine kalte Suppe wie die Gazpacho aus rohen Zutaten herzustellen, funktioniert nicht bei allen Gemüsen. Vor allem nicht, wenn Bohnen, Erbsen und Kartoffeln im Topf sind. Vieles muss man zuerst garen und dann kaltstellen. Aber die Rote- Bete-Suppe ist da schon wieder roh machbar, wie ich überhaupt über jede Menge Rote-Bete-Variationen gestolpert bin. Rote Bete Gerichte haben in der osteuropäischen Suppenküche Tradition und darunter sind auch kalte Suppen. Neben der spanischen Gazpacho und der Roten Bete gibt es noch eine russische bzw. osteuropäische kalte Suppe mit langer Tradition, die mir etwas abgewandelt gut geschmeckt hat: Okroschka, gesprochen Akróschka.

Ich wünsche Ihnen und mir noch schöne Sommertage für viele leckere kalte Suppen.

Gazpacho (Kalte andalusische Gemüsesuppe)

Zutaten für 6–8 Portionen:
1–1,2 kg Tomaten, 1 Zwiebel, 1 Salatgurke, 1 Paprikaschote, 5–6 Knoblauchzehen, 10–12 EL weißer Balsamico, 1 Handvoll Basilikum, 6 EL Olivenöl, 4 Scheiben Toastbrot, 1 Dose geschälte oder pürierte Tomaten, ½ l kalte Gemüsebrühe, Salz und Pfeffer

• Gemüse putzen, von jedem Stück etwas beiseite legen und kleinwürfeln, den Rest in grobe Stücke schneiden, Tomaten nicht schälen.
• Die Zutaten (Gemüse, Essig, Basilikum) im Mixer portionsweise pürieren, dabei jeweils etwas Brühe hinzufügen, damit das Pürieren klappt.
• Toastbrot mit etwas Flüssigkeit pürieren und zufügen, Öl zugießen, Suppe verquirlen und im Kühlschrank mehrere Stunden kaltstellen.
• Jeden Teller Suppe mit einem Löffel des gewürfelten Gemüses und einem Basilikumblatt dekorieren.

O(A)kroschka-Variation (Kalte russische Gemüsesuppe)

Zutaten für 4 Portionen:
4 Kartoffeln, 2 Eier, 500 ml Buttermilch, 1 Dose Thunfisch im eigenen Saft, 300-400 ml Wasser oder Gemüsebrühe, 2–3 kleine Landgurken, 1 Bund Radieschen, 1 Zitrone (Saft)
Salz, Pfeffer, 2 Frühlingszwiebeln oder eine Handvoll Dill


• Kartoffeln und Eier kochen.
• Gegarte Kartoffeln mit Buttermilch und Thunfisch pürieren, mit 300 ml Wasser auffüllen.
• Gurken und Radieschen raspeln, unter die Suppe rühren, mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken, evtl. noch Wasser zugeben.
• Eier klein würfeln, Frühlingszwiebeln, Dill oder andere Kräuter (Schnittlauch, Petersilie) fein hacken und locker untermischen. Suppe 2–3 Stunden kaltstellen, nachwürzen und servieren.
• Es gibt viele russische Varianten, oft enthalten sie gewürfelte Wurst (Lyoner, Fleischwurst) selten Thunfisch und auch die Kartoffeln werden gewürfelt oder geraspelt, nicht püriert.

Tomaten-Fenchel-Suppe

Zutaten für 4 Portionen:
1 Zwiebel, 400 g Fenchelknolle mit Grün, 4 vollreife Strauch-Tomaten, 2 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer, 1 TL milder Honig, 600 –800 ml Gemüsebrühe,
nach Belieben: 2 cl Pernod oder anderen Anisbrandt (Ouzo), 100 g Krabben, Feta oder Croûtons
Knoblauch-Croûtons: 2–3 Knoblauchzehen, 2–3 Scheiben Toast, Baguette oder Brötchen


• Zwiebel abziehen, hacken. Fenchel putzen, das Grün beiseite legen, die Knollen nebst Tomaten würfeln.
• Zwiebel in Öl andünsten, Fenchel zufügen und andünsten, Tomaten zufügen, Gemüsebrühe angießen, 20 Minuten köcheln, bis der Fenchel weich ist.
• Mit dem Mixstab pürieren, die Suppe mit etwas Honig, Salz, Pfeffer und eventuell Pernod (Ricard, Pastis, Ouzo) abschmecken. Abkühlen und 5 Stunden in den Kühlschrank stellen.
• Für die Croutons: Knoblauchzehe durchpressen, Toastbrot würfeln, in Butter und Knoblauch in der Pfanne goldbraun rösten.
• Tomaten-Fenchel-Suppe mit den Croûtons in Suppentellern anrichten, Feta darüberbröckeln, mit Fenchelgrün garnieren.

Kalte Erbsensuppe mit Minze

Zutaten für 4–6 Portionen:
600 g Erbsen, frisch ausgepalt, 2 Kartoffeln, 1–1,2 l Gemüsebrühe, Salz, 2 Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 2 EL Olivenöl, 10–15 Pfefferminzblätter, 150–200 g Joghurt (6–8 EL), 1 Zitrone (Saft und Schale), Salz, Pfeffer


• Erbsen 2 Minuten in kochendem Salzwasser geben. Kartoffeln schälen und würfeln.
• Knoblauch, Zwiebeln in heißem Öl andünsten, mit der Hälfte der Gemüsebrühe ablöschen, Erbsen und Kartoffelwürfel zufügen, 40 Minuten köcheln.
• Minzeblätter hineingeben, Suppe pürieren
• Joghurt, Zitronensaft und geriebene Schale zufügen, auf die gewünschte Konsistenz verdünnen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, abkühlen lassen.
• 5 Stunden im Kühlschrank kaltstellen und ein weiteres Mal abschmecken.
• Als Topping eignen sich: Würfel von Räuchertofu, Krabben, geröstete Pinienkerne oder geröstete Brotwürfel.
• Nach diesem Rezept schmeckt auch eine Suppe mit Blumenkohl oder Romanesco.


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ElisabethMelzer

ElisabethMelzer

Alter: 62 Jahre,
aus München

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