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Elisabeth Melzers Blog (99 Einträge)

Bärlauchbutter und Bärlauchsalz Wildkräuter-Frittata Giersch-Schupfnudeln
169 mal angesehen
18.04.2019, 11.57 Uhr

Grüne Wochen mit wilden Kräutern

Gründonnerstag. Es gibt etliche Deutungen für diesen Namen. Einige haben rein gar nichts mit der Farbe Grün zu tun, sie beziehen sich auf Begriffe aus dem Mittelhochdeutschen, die dem Wort Grün ähneln. Man weiß jedoch, dass die Karwoche seit dem Mittelalter als Grüne Woche bezeichnet wurde, vermutlich nach den grünen Palmzweigen, die man der Legende nach am Palmsonntag beim Einzug Jesus in Jerusalem auf den Weg gestreut hatte und die an diesem Tag in den Kirchen gesegnet werden. Davon könnte sich der Name Gründonnerstag ableiten. Auch ein Zusammenhang mit der aufblühenden Natur und der Auferstehung Christi wird gerne assoziiert.

Geblieben ist der Brauch, am Gründonnerstag grüne Speisen zu servieren, grünes Gemüse wie Spinat und Broccoli, Salat oder grüne Kräuter. Jedenfalls war und ist der Gründonnerstag eine Steilvorlage für unsere grüne Ortsgruppe, die an diesem Tag zur Grünen Suppe und zur Gründonnerstags-Tagung einlädt. Genaugenommen ist das so eine Art lokaler Starkbieranstich mit Politiker derblecken (verspotten).

In der Küche müssen wir uns nicht auf den Gründonnerstag oder die Grüne Woche beschränken. Wildkräuter gibt es jetzt überall. Bärlauch zum Beispiel, der sich im letzten Jahrzehnt zum Trendgemüse entwickelt hat. Der Bärlauch wird derzeit vom Giersch begleitet. Da heißt es zugreifen, denn jetzt ist er noch jung und zart, wie auch die jungen Brennnesseln und der ebenso bittere wie gesunde Löwenzahn.

Ist Ihnen der Geschmack roher Kräuter noch nicht geheuer, dann probieren sie die Schupfnudeln aus oder eine Eierspeise wie die italienische Frittata – das passt ohnehin recht gut zu einem Osterbrunch. Und wenn Sie die Masse in mehreren Portionsschälchen backen, dann kommt das besonders nett rüber. Wenn die Rezepte ihren Vorstellungen von einem kulinarischen Osterfest noch nicht gerecht werden, dann geben Sie die Stichworte Bärlauch, Giersch, Wildkräuter und Kräuter in der Suchmaske dieser Seite ein. Dort finden Sie noch gut drei Dutzend grüne Rezepte, die sie in den kommenden Wochen ausprobieren können: Lasagne, Quiche, Risotto, Gnocchi, Börek, Smoothie und viele mehr. Lassen Sie sich inspirieren und experimentieren Sie - die Grünen Wilden machen fast alles mit.

Ich wünsche Ihnen frohe Ostern

Bärlauch-Butter

250 g Butter, zimmerwarm, zwei Handvoll Bärlauchblätter (50 g), Salz zum Abschmecken

• Bärlauch waschen und putzen, fein schneiden oder in einer Küchenmaschine häckseln, die Butter stückweise unterarbeiten, zum Beispiel mit einer Gabel.
• Mithilfe eines Backpapiers eine Rolle formen und in feingeschnittenem Bärlauch wenden, im Kühlschrank eine Stunde fest werden lassen.
• Scheiben von der Rolle abschneiden und mit Blüten dekoriert (Gänseblümchen, Bärlauch) servieren.
• In Scheiben geschnitten kann man die Butter auch eingefrieren. Sie passt gut zu Spargel und gedünstetem Gemüse, schmeckt zu Gegrilltem und gibt selbstgemachtem Kartoffelpüree einen aparten Geschmack. Oder einfach nur als Butterbrot, mit dünnen Radieschen- oder Tomatenscheiben belegt.

Bärlauchsalz

500 g grobes Meersalz, 150 g Bärlauch

• Bärlauch waschen, trocknen, Stile entfernen und fein pürieren.
• Mit dem Salz vermischen und die Masse auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausstreichen, bei 50 °C 3–4 Stunden trocknen. Verschlossen in einem Glas aufbewahren.

Wildkräuter-Frittata

Zutaten für 4 Portionen (als Vorspeise/Brunch):
2 Handvoll Wildkräuter, 50 g (Bärlauch, Giersch, Löwenzahn, Brennnessel, Knoblauchsrauke, Sauerampfer, Vogelmiere), Fett für die Form , einige Cocktailtomaten, 6 Eier, 100 ml Sahne, 150 g Crème fraîche, 60 g fein geriebener Parmesan, Salz, weißer Pfeffer, Muskat, gerieben


• Wildkräuter verlesen, waschen und trocken schleudern.
• Die Auflaufform ausfetten. Den Ofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
• Die Tomaten waschen, den Stielansatz entfernen,
halbieren.
• Die Eier mit Sahne, Crème fraîche und Parmesan
Verrühren, Wildkräuter unterheben und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.
• Eiermasse in die gefettete Auflaufform geben und gut verteilen.
Die Tomaten mit der Rundung nach oben darauf legen. Im heißen Ofen 30-40 Minuten backen, bis die Masse gestockt ist.
• Aus dem Backofen nehmen, etwas abkühlen lassen,
in Stücke schneiden und servieren.

Giersch-/Bärlauch-Schupfnudeln


Zutaten für 4 Portionen:
1 kg mehlig kochende Kartoffeln, 2 Handvoll Giersch (oder Bärlauch, 50-75 g) 150-200 g Mehl, 1 TL Salz, geriebene Muskatnuss, 1-2 Eier, evtl. Weizengries zum Festigen des Teiges, Butter für braune Butter oder Butterschmalz zum Ausbacken-


• Kartoffeln in der Schale weichkochen, schälen, durch die Kartoffelpresse drücken und abkühlen lassen.
• Gierschblätter aussortieren, Stile abschneiden, waschen, trockentupfen und fein hacken.
• Mehl, Giersch, Salz, Muskat und erst ein Ei über die Kartoffeln geben und zu einem glatten Teig vermengen. Eventuell ein zweites Ei zufügen. Wenn der Teig zu trocken ist, noch Mehl oder Weizengries unterkneten.
•Den Teig zu einer Rolle formen und davon gleichmäßige Scheiben abschneiden. Die Scheiben mit bemehlten Händen zu fingerdicken Nudeln formen.
• Fingernudeln in kochendes Salzwasser geben und 8-10 Minuten leise ziehen lassen, bis sie aufsteigen.
• Inzwischen Butter zerlassen und leicht bräunen. Fingenudeln abschöpfen, abtropfen lassen und in der Butter geschwenkt servieren, evtl. mit Parmesanspänen und Giersch dekoriert. Dazu einen gemischten Salat mit Wildkräutern reichen.
• Alternativ können Sie die Schupfnudeln auch in reichlich Butterschmalz ausbacken oder aus den Teigstücken Bratlinge formen und ausbacken.
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ElisabethMelzer

ElisabethMelzer

Alter: 63 Jahre,
aus München

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Kommentare

02.05.2019 14:35 solucangubresi
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