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Plauderecke
Forum: Plauderecke
Besprecht hier mit Euren Mitusern, was Euch so beschäftigt.

Arche - Bitte um Erfahrungsaustausch

Beitrag bearbeitet von Julemaus am 16.10.07 um 15:28 Uhr.
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Arche - Bitte um Erfahrungsaustausch
Das Gartenjahr geht nun langsam zu Ende. Da ist es doch an der Zeit, sich Gedanken über die Erfolge und Mißerfolge beim gärtnern zu machen. Ich würde gern wissen, mit welchen Obst- und Gemüsesorten (Samen oder Pflanzen) habt ihr gute Erfahrungen gemacht? Welche würdet ihr nicht wieder kaufen? Kurz, was ist euer ganz persönliches Resümee? Die Sortenvielfalt in den Katalogen ist ja fast unüberschaubar. Dort wird auch jede Sorte als die Beste gepriesen. Ich hätte da doch lieber gern Eure ganz persönliche Meinung. Sozusagen "praxiserprobt" und ganz ehrlich. Schließlich wollt ihr mir ja nichts verkaufen, müßt also keinen übertriebenen "Schmuß" machen. Ich hoffe, das diese Erfahrungsaustausch auch für andere interessant ist.
Schon ganz neugierige Grüße, Julemaus
"Eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort "Tierschutz" überhaupt geschaffen werden musste."
Theodor Heuss

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Ich hatte mit meinen Gemüsesorten eigentlich nie Probleme - ich weiß nur, dass es bei mir zwecklos ist, kleine Kohlrabi anzupflanzen , die platzen ALLE und dass ich bei Feldsalat nicht den Holländischen nehmen darf (ist mir zu lasch). Mit dem Kohlrabi Superschmelz dagegen komme ich immer wunderbar klar - sehr groß, sehr zart und sehr lecker.
Wie bei allen Kohlarten , halt gießen, gießen und gießen, und das Düngen (in mindestens jedes 2. Gießwasser tue ich Brennesseljauche).

Von den in diesem Jahr sehr wenigen selbst ausgesäten hatte ich zwei Fehlgriffe getan (weiß die Sortennamen aber nicht mehr), denke aber, dass ich beim Bestellen nicht richtig aufgepasst habe.
Der Zuckerrmais war nämlich nicht goldgelb als er reif war, da waren dann wenige hellgelbe, ein paar goldgebe und die Masse in Lilatönen gehaltene Körner dran. Geschmacklich o.k., aber optisch sah das in meinen Augen nicht lecker aus. Da vermute ich aber, dass ich da bei der Bestellung was überlesen habe, das war sicher in der Beschreibung erwähnt.
Das gleiche bei meinen Möhren, die waren zwar sehr lecker, mir aber viel zu kurz. Alle, muss also eine kuze Sorte gewesen sein.

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Beitrag bearbeitet von Tini40 am 16.10.07 um 18:58 Uhr.
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Bei mir ist dieses Jahr (fast) garnichts mit Zucchini und Kürbis geworden. Andere Jahre haben wir die ganze Gartenanalge mit Zucchinis beglückt und dieses Jahr äußerst spärlich. Das wenige was die Schnecken übrigliesen, wuchs nicht und vergammelte zum Schluss auch noch.
Dafür hatten wir zum ersten mal Okra, der wuchs auch sehr gut und hat einige Früchte, an die ich mich allerdings nicht so recht ranwage. Okra hat sehr schöne Blüten und die Pflanze selbst macht auch was her, da ist mir der Ertrag nicht so wichtig.
Buschbohnen war dieses Jahr auch ein Jammer, ist mir noch nie passiert, aber die Schnecken waren immer schneller als ich. Dafür habe ich Unmengen von Stangenbohnen. Nur die rießigen Dinger sind dann so "fadelig", also haben Fäden. Deshalb lassen wir sie als Saatgut für nächstes Jahr.
Tomaten war dieses Jahr seit langer langer Zeit endlich wieder eine super Ernte und das obwohl viele der Phytophtera zum Opfer fielen. Die restlichen unterm Dach haben eine prima Ernte gebracht und alles rausgerissen. Das eigene Obst und Gemüse schmeckt doch am Besten.
Ach ja, Herbst-Himbeeren kann ich auch empfehlen. Das war auch noch mal eine gute Ausbeute.
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@ Tini40 #
Hallo

wenn Du von den fadigen Bohnen Saatgut gewinnst, kriegst Du dann nächstes Jahr nicht wieder fadige?
Am besten, finde ich, die Feuerbohnen, wenn man Stangenbohnen frisch essen möchte, keine Fäden. Für Bohnenkerne bevorzuge ich die alte Sorte, an der lila Bohnen wachsen, die jedoch beim Kochen grün werden ( leider); die Bohnenkerne dieser Sorte muss man nicht schälen und sie schmecken lecker. Die Samen dazu habe ich aus einem Wichtelpaket und weiß keinen Namen.

Dieses Jahr mochte mein Blaukraut nicht und von 36 Maiskörnern kam - .
Wurzelpeterilie kam erst bei der dritten Aussaat, aber der Anfang des Gartenjahres war ja auch zu trocken und zu heiss.

Blumensamen:
Alle Gekauften haben versagt, alle Getauschten und Geschenkten wuchsen, vor allem der Amaranth und die Nicandra.

gg
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Hallo Tini,
was ist Okra?
Bei mir war der Gemüseanbau dieses Jahr auch nicht von Erfolg gekrönt. Nur die Feuerbohnen brachten ordentlichen Ertrag. Wie ich Leute beneide die von einer Zucchini-Schwemme "geplagt" werden meine Ernte war mehr als mau.
Grüße die Sitta
Jäten ist Zensur an der Natur
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@geli59
wenn die Bohnen jung sind schmecken sie sehr gut und haben auch keine Fäden. Die Bohnensamen sehen auch fetzig aus, fast schon bunt. Wir haben sie von einem Gartennachbar bekommen, deshalb weiß ich leider nicht was das für eine Sorte ist. Mir gefallen auch Kletterpflanzen im Garten, die geben dem Gartenraum Struktur - das Verwerten steht also nicht immer im Vordergrund. Sieht auch doll aus wenn die vielen rießen Bohnen dran hängen.
@Sitta
Okra = Abelmoschus esculentus oder auch Gemüse-Eibisch. Die Blüten ähneln auch den Blüten des Eibisch. Auf Wikipedia (oder googeln) steht mehr dazu. Ich werde mal Bilder raussuchen und dann hier einstellen.
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@ Julemaus #

Hallo Julemaus,

Ich ( Eigentlich muss ich sagen wir, da der Garten den ich mitbearbeiten darf bei meiner Mama ist und sie fast die meiste Arbeit damit hat, was sie aber glub ich gerne macht. ich bin ja beim Studieren in Freising. Meine Versuche starte ich dann immer in Mamas großen Bauerngarten.) auf jeden Fall hab ich ein paar alte Tomatensortren wie goldener Tropf (besonders süß und lecker, gelb) und Paradies, red Zebra, Andenhorn und verschiedene rote Cocktails. sie haben wirklich alle gut gemundet besonders Paradies, Andenhorn.
Aber wir hatten starke Probleme mit Kraut& Braunfäule. Beim Andenhornn eigentlich nicht. Vielleicht hätten wir sie besser vorm Regen schützen sollen, aber sie waren eigentlich eh unter Dach gepflanzt.
Besonders empfehlen kann ich die Sorte golenene Tropf. Sie schmeckt lecker, ist sehr ertragsreich und sieht auch lustig aus.
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Bei Kohlrabi nehme ich auch immer die Sorte Superschmelz, die kann ewig im Garten bleiben und wird nicht faserig.

Ansonsten hab ich dieses Jahr meinen Garten sehr vernachlässigt. Meine Erbsen hatten fast gar keinen
Ertrag. Obwohl ich immer öfters zeitlich versetzt aussäe. Bei den Buschbohnen war die Ernte auch nicht überragend. Hatten halt meine Nachbarn Pech, wir konnten alles alleine essen.

Melkt die Bäuerin alle Kühe - hat der Bauer keine Mühe
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Hmh, ich kann eigentlich nicht klagen über die diesjährige Ernte. Durch den heißen April konnte ich sehr zeitig Kartoffeln setzen (alte Sorten), die auch gut kamen. Die erste Salatwelle war gut und zart, die nächsten Versuche wurden nix rechtes, und wenn doch, dann sehr verlustreich (Schnecken). Erdbeeren waren ziemlich alle ziemlich schnell angefressen, aber Bergbohnenkraut, Chinakohl, Endiviensalat, Paprika, Pepperoni, Zucchini ("Gold Rush"), Auberginen, Zwiebeln, Knoblauch, Stangenbohnen, Radicchio, Gurken und Tomaten waren ergiebig. Tomaten (Marmande, Russische Schwarze, Hellfrucht)... klar: problematisch dieses Jahr und ich hab ein bisserl spät überdacht, aber trotzdem.

Kein Äpfel, dafür jede Menge Birnen, Zwetschgen, Kirschen, Johannisbeeren, Himbeeren, Brombeeren und sogar ein paar Pfirsiche. Habe dieses Jahr einige Obstbäume gepflanzt um die Vielfalt auszubauen. Beinwell, sehr gute Pflanze(!) kam überall sehr üppig und bot Bienen und Hummeln reichlich Futter. Kürbisse musste ich dreimal setzen, bis genug überlebten. Schnecken, Amseln und Elstern machten sich über die jungen Setzlinge her. Die Ernte ist für uns ausreichend. Der Haselnussstrauch und die Quitte, die letztes Jahr gesetzt wurden, trugen reichlich, und mein kleines Bantam-Maisfeld gedieh prächtig. Wir haben ziemlich viel Zitronenmelisse an mehreren Stellen, und davon viel Ertrag gehabt. Zitronenmelisse-Pesto ist sehr fein zu guten Nudeln. Der wildgewachsene Walnussbaum hat dieses Jahr reichlich getragen.

Dank unserer mittlerweile rund 150 (freilaufenden) Hühner sind wir nie knapp an Eiern - die bei unseren Nachbarn, Freunden und Bekannten wegen ihres Wohlgeschmacks auch sehr beliebt sind. Eine Nachbarin hat einige Bienenvölker - der Weg zum Honig ist nicht weit! Ach ja: es gibt hier sehr viele Esskastanienbäume - da kommt man vom Spaziergang mit den Hunden mit vollen Taschen zurück.

Im Moment gedeihen noch diverse Kohlsorten, der Wirsing und die Winterrettiche, und der erste Feldsalat gedeiht. Durch das dieses Frühherbst in Betrieb genommene Kaltgewächshaus stehen die Chancen gut noch länger etwas Salat zu haben, noch ein paar Kohlrabi und einiges an Winterlauch hochzuziehen.

Durch die Größe unserer Gärten haben wir natürlich den Vorteil größere Mengen anzubauen, was hilft Verluste zu verschmerzen. Hinzu kommt, dass wir überwiegend alte, robuste Sorten nehmen und ein großes Potential an bodenverbessernden Mitteln sozusagen vor der Nase haben: unsere 2 Pferde machen reichlich Mist! Wenn man dann noch den Platz hat um Warmfrühbeete zu basteln, die eine dicke Unterschicht wärmenden Pferdemistes haben, dann gehst natürlich einfacher. Wir verwenden KEINE künstlichen Düngemittel und keine chemischen Spritzmittel. Bei uns wächst (s.o.) Beinwell, Brennessel und reichlich Ackerschachtelhalm, sowie Baldrian, was zur Pflanzenstärkung und Bodenverbesserung ausreicht. Die Böden bekommen, außer Pferdemist, auch ab und zu eine Portion Hornspäne, Gesteinsmehl, Dolomitkalk und eigenen Kompost.

Na ja, und nächstes Jahr gibt es bestimmt auch wieder eigene Äpfel!

Kyosan
"Der große Mann ist ein Unglück für das Volk." - Konfuzius
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