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Naturgarten allgemein
Forum: Naturgarten allgemein
Alles zum naturgemäßen Anbau

Neues Hochbeet - wie mach ich es richtig?

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Neues Hochbeet - wie mach ich es richtig?
Hallo,

nächste Woche bau ich mein erstes Hochbeet im Garten auf.
Ich habe mich schon einigermaßen gut informiert was ich beachten muß und dennoch einige Fragen.
Unter die Holzkästen kommt verzinkter Maschendraht als Nagerschutz.

1. Kann ich diesen direkt auf den Untergrund (lehmhaltiger Boden) legen oder empfiehlt es sich, z.B. etwas Kies als Drainage drunter zu schichten?

Die Holzkästen sind insgesamt 60 cm hoch. Ist es dabei variabel, wie dick ich die einzelnen Schichten im Hochbeet schichte, oder sollte man hier gewisse "Schichthöhen" beachten? Nach meiner Information sollte ganz unten zuerst

* eine Schicht kleine Äste und Zweige eingelagert werden
* darauf kleiner gehäckseltes Gesträuch
* darauf Grasschnitt
* darauf Kompostboden
* darauf Erde (Blumenerde)

Ist diese Abfolge so die richtige oder kann man gar nicht pauschal sagen, was richtig ist? Kommt es auf die spätere Bepflanzung an?

Ich möchte in meinem Hochbeet Gemüse und Kräuter anbauen (Radieschen, Möhren, Zwiebeln, Gurken, Salat, Schnittlauch, Petersilie......)
Das mit der Blumenerde habe ich in ein paar Tipps gelesen. Ich denke mal das Blumenerde nur dann sinnvoll ist, wenn man auch Blumen anpflanzt, oder sollte man bei Gemüse auch auf Blumenerde zurückgreifen können?

Vielen Dank erst einmal für Eure Tipps an einen Grünen Grünschnabel

Weitere Fragen folgen bestimmt.

Schlagwörter dieses Themas: anlegen, gemüse, hochbeet, kräuter, schichten, hinzufügen »

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die schichten hast du schon richtig aufgelistet. wir haben die schichten ein bis zwei hände hoch aufgeschichtet. der gorbschnitt von ästen und zweigen war fast 3 handhoch. statt grasschnitt kannst du auch auf laub zurückgreifen, oder gemischt. der grasschnitt sollte angetrocknet sein, damit der nicht zu faulen beginnt.
wir haben keine drainage, trotz lehmigen boden. wohl aber kaninchendraht wegen der wühlmäuse. als wir noch holzhochbeete hatten, wohnte eine spitzmaus im hochbeet. das störte aber nicht weiter.
bei der blumenerde muß man aufpassen, daß die nicht so sehr zusätzlich gedüngt ist. es gibt auch bio-gartenerde zu kaufen, da ist der zusatzdünger nicht drin. hornspäne (als organische düngung) könntest du dann selbst als düngung einsetzen, anleitung steht auf der verpackung und brennnesseljauche ansetzten, als zusätzlicher stickstofflieferant. manche gemüse reagieren empfindlich, wenn zuviel kunstdünger in der erde ist
frohes schaffen
wenn du ein gärtchen hast und eine bibliothek
so wird dir nichts fehlen

cicero
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Hochbeet im Baukastensystem
Hallo!

Wir haben auch einige Hochbeete angelegt.
Durch die Nutzung von Hochbeeten ergeben sich viele Vorteile, angefangen von den Schnecken bis zum Ertrag und der Arbeitserleichterung.


Also Hochbeete kann man nur empfehlen.

Gruß Holzgaser
wer h_A_ckschnitzel sagt muss auch B_hkw sagen
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@ holzgaser #
holzgaser schrieb:

Hallo!

Wir haben auch einige Hochbeete angelegt.
Durch die Nutzung von Hochbeeten ergeben sich viele Vorteile, angefangen von den Schnecken bis zum Ertrag und der Arbeitserleichterung.


Also Hochbeete kann man nur empfehlen.

Gruß Holzgaser


aber die Schnecken kommen trotzdem
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@ gerueu #
Aber wenn sie kommen, dann über die neue Erde. Sie lassen sich, dank der Arbeitshöhe, sehr schnell absammeln.
Und wenn man die Außenbretter nicht glatt hobelt oder schleift, kommen sie nicht ins Beet rein.
Funktioniert zumindest bei unseren recht gut.

Zu beachten wäre noch, das die oberste Schicht hoch genug ist. Also mindestens 10 cm. Sonst hast du keine Freude beim Radieschen- und Möhrenanbau.
Viele Menschen sind gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken es mit leerem Kopf zu tun.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 24.05.13 um 10:54 Uhr.
@ Gruener_Gruenschnabel #
Hochbeet
Hallo,

ein Hochbeet soll nicht direkt auf den Rasen/Boden gebaut werden, sondern es wird eine Grube ausgehoben, ca. 1/2 Meter tief. Die Grassoden und die Erde lege beiseite, die braucht man später noch.
Wichtig ist, dass sich im Hochbeet genug Material befindet, dass verrottet. Dafür wird, wie beim Kompost, Sauerstoff benötigt. Die dabei entstehende Wärme ist ausschlaggebend für den Erfolg.

Aufgebaut ist ein Hochbeet so:
1. in die Grube grobe Äste, sogar ganze Stubben sind möglich
2. darauf Wellpappe, alte Bücher, alte Schafwolle, was so da ist und verrottet
3. darauf Strauchschnitt
4. dann geschredderter Strauchschnitt
5. dann Laub
6. dann die umgedrehten Grassoden
7. dann Grobkompost
8. dann gut verrottete Komposterde
9. zuletzt Pflanzerde

Zwischen den Schichten 1-6 schlämmst Du jeweils etwas vom Gartenboden aus der Grube ein. Grasschnitt würde ich nur als dünne Schicht nehmen und dann auch nur angetrocknet. Sonst hast Du einen schmierigen Gammel und darauf würde ich kein Gemüse anbauen wollen.

So ein Hochbeet sackt im Laufe des Jahres zusammen. Im Frühjahr nehme ich die obersten 15-20 cm heraus, fülle Schreddermaterial und Grobkompost auf, gebe die herausgenommene Erde wieder drauf und gebe als letzte Schicht wieder frische Pflanzerde drauf. Die siebe ich immer durch ein Kompostsieb, das ich übers Hochbeet lege. Funktioniert seit vielen Jahren bestens. Irgendwann muss man natürlich das Beet komplett neu aufbauen, das merkt man dann aber.
Durch normalen Kaninchendraht geht jede Maus durch! Man nimmt deutlich feinmaschrigen (5-8 mm) Maschendraht, mit dem man die ganze Grube auskleiden muss, wenn man die Seitenwände nicht auch so tief in den Boden baut. Der Maschendraht war bei mir das Teuerste am Hochbeet, war aber gut angelegtes Geld.
Die Höhe des Hochbeetes richtet sich nach der Körpergröße. Je höher desto rückenfreundlicher, aber das Beet darf dann nicht so breit sein, dass man nicht mehr bequem dran arbeiten kann. Und man muss ja auch bedenken, dass man im Frühjahr recht viel Erde usw. rein- und rausschaufeln muss und das kann ab einer gewissen Höhe mühsam sein. Meine Hochbeete sind knapp so hoch wie meine Beine lang sind, da komme ich gut mit zurecht. Bewährt haben sich auch die längeren Stützpfähle, sieht nicht so doll aus, aber man kann bequem Netze und Vlies übers Beet spannen und Schnüre als z.B. Bohnenstütze anbinden usw.

Schnecken absammeln und Unkraut jäten muss man auch auf dem Hochbeet, da muss man am Ball bleiben.
Und man sollte auch überlegen, ob man den knappen Raum für die ganze Saison mit Kohl oder anderem Gemüse mit langer Vegetationsdauer besetzen sollte. Ich hab mal gemeint, Grünkohl anbauen zu müssen. Und durfte jeden Tag Raupen absammeln, gereicht hat die Ernte von einem Beet dann für eine Mahlzeit... Jetzt habe ich nur noch Kohlrabi, die sind erntereif, wenn die Raupensaison richtig los geht und dann kann man noch anderes nachpflanzen bzw. einsäen. Am besten baut man das an, was richtig frisch geerntet am leckersten ist. Dazu gehören für mich unbedingt Salate, einjährige Küchenkräuter, Radieschen, Buschbohnen, Spinat, Mangold und Einlegegurken, die ich am Rankobelisken ziehe. Vorsicht mit Zucchini, eine Pflanze wuchert einem das Bett zu! Die kann man auch im Kübel ziehen.

Da man auf dem Hochbeet auf sehr engem Raum anbauen kann, sollte man die Grundzüge der Mischkultur kennen.
Eind sehr nützlicher Ratgeber ist dieser kleine Band:
Christa Weinrich OSB
Mischkultur im Hobbygarten

Wenn man erst mal ein Hochbeet hat, dann hat man auch bald zwei und nur Freude damit
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@ stilleWeisel #
Hallo stille Weisel
Herzlichen Dank für die tollen Tipps
Bin gerade dabei, mit meinem Freund ein Hochbeet zu bauen (siehe Link: )Hochbeet - Blog
Alle Deine Tipps konnten wir nicht beachten, wie zum Beispiel: eine Grube von ca. 1/2 m ausgraben ...
aber die Idee mit der Pappe oder den alten Büchern ist super
Unser Hochbeet wird ca . 2,4 m breit, 1,3 m tief und immerhin etwa 1,1 m hoch
Frage : Muß man sehr viel gießen, weil das Wasser durch die lockeren Schichten förmlich durchrauscht?
"Es gibt ein großes und doch ganz alltägliches Geheimnis.
Alle Menschen haben daran teil, jeder kennt es, aber die wenigsten denken je darüber nach.
Die meisten Leute nehmen es einfach so hin und wundern sich kein bißchen darüber.
Dieses Geheimnis ist: D I E < Z E I T >."
(aus dem Film "MOMO" von Michael Ende)
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@ gingko77 #
Hallo,

nein, man muss weniger gießen, weil durch die Kapilarkraft das Wasser hochsteigt. Zwischen den Schichten wird ja Gartenerde eingeschlämmt, das sorgt für die Verbindung. Und wenn es doll regnet soll das Wasser ja auch gut ablaufen!
Bei sehr großer und anhaltender Trockenheit muss ich Jungpflanzen gießen. Gewöhnlich ist aber nur der erste cm trocken, darunter ist es feucht. Und die Wurzeln sind ja nicht oben...

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Beitrag vom Autor bearbeitet am 22.05.13 um 14:36 Uhr.
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.
- iss ja echt interessant,
> wie man aus allem eine Wissenschaft machen kann ...

Bei uns waren alle "Hochbeete" erst mal nur sauber geschichtete "Kompostwürfel"
aus Zweig- und Heckenschnitt (vorwiegend Thuja / Fichte etc.) ...
dann wurde dadrauf 2 Jahre lang "Flächenkompost" gemacht ...
daß das mal "Hochbeete" werden sollen wußte ich damals noch gar nicht ...

Seit sie in Betrieb sind, wird von Frühjahr bis Herbst ausgiebig mit Grasschnitt gemulcht,
und jeden Herbst mit etwas reifem Flächen-Kompost aufgefüllt ...

Quanta costa nix; im Gegenteil:
die "Grüne Tonne" und obendrein noch Zeit und Sprit für die Fahrten zur Gartendeponie gespart ...


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Hochbeete Hochbeete 3
hier ein paar Fotos von unseren Hochbeeten
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