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Plauderecke
Forum: Plauderecke
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Gärten des Grauens

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Gärten des Grauens
Hallo!

Hörstel soll die Hauptstadt der "Gärten des Grauens" sein. [www1.wdr.de] Es gibt eine satirische Seite auf Facebook mit obiger Überschrift und egal wo wir wohnen - Schottergärten und in Käfige eingesperrte Steine sind wohl allen schon einmal ins Auge gefallen. Vielen muss es definitiv gefallen haben, sich einen pflegeleichten grauen Garten, für den es keinen "grünen Daumen" braucht, zuzulegen. Die GaLa-Bauer konnten jahrelang gute Geschäfte mit den Steinwüsten machen. Nun wird darüber nachgedacht, ob diese künstlich angelegten "Schotterparadiese" verboten werden sollen.
[www.zvw.de] [www.faz.net]

Ich denke, wenn ein Umdenken einsetzt, kann auf Verbote verzichtet werden.

Freundliche Grüße

amaria




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Ich find es auch furchtbar mit solchen Steingärten. Bei uns macht genau so was die hiesige Gärtnerei seit einigem auch noch vor....

Die haben vorm Haus und Laden den Vorgarten in so einen Steingarten umgestaltet...
Viele Grüße Wollmonster
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@ wollmonster #
wollmonster schrieb:

Ich find es auch furchtbar mit solchen Steingärten. Bei uns macht genau so was die hiesige Gärtnerei seit einigem auch noch vor....

Die haben vorm Haus und Laden den Vorgarten in so einen Steingarten umgestaltet...


Dann könnten sie eigentlich ein Schild aufstellen "Vorgarten des Grauens".

Auf den Dörfern sieht man übrigens auch immer mehr Gräber, die mit Schotter oder teureren Steinen belegt sind. Die Angehörigen zünden nicht selten alle paar Tage Lichter an, sind noch fit genug, regelmäßig auf den Friedhof zu gehen. Manche pflegen daheim noch einen eigenen Garten und man muss sich fragen, wer ihnen dazu geraten hat, das Grab derart anlegen zu lassen.

Die "Berater" machen es sich vielleicht einfach zu einfach!
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„In Niedersachsen ist es einmalig, dass die Kinder auf dem Dach spielen“, sagte Bürgermeister Bernd Strauch. Und lobte die bilinguale Kita als „ganz tolles Projekt“.
[www.haz.de]

In Badenstedt lässt man Kinder auf sattgrünem Kunstrasen spielen.

Die Frage, wie Kunstrasen am besten gereinigt wird, wenn jemand auf ihn erbrochen hat, wurde soweit ich weiß noch nicht von "Experten" erörtert. Und das, obwohl es durchaus denkbar ist, dass Menschen Kitas mit Kunstrasen einfach "zum Kotzen" finden.

Auch auf kunterbunten künstlichen Granulaten lässt man Kinder spielen.
[vimeo.com]
[www.detail.de]
Dass der Architekt sich alle erdenkliche Mühe gegeben hat, verdient Anerkennung. Aber Zweifel bleiben. Laien können nicht beurteilen, ob diese Kita Sicherheitsanforderungen genügt. Angesichts zahlreicher nicht kindgerechter Kitas im ganzen Land muss man jedoch anerkennen, dass dieses Außengelände auf einem Parkhausdach Kindern mehr bietet als manches Außengelände eines ebenerdigen Kindergartens zu bieten hat.

Trotzdem finde ich es traurig, dass es Kunstrasen (mit Brandschutz) für Spielplätze und Kindergärten gibt: [www.kunstrasenwelt.de]

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Ist es das wert, sich darüber aufzuregen? Die meisten verschwinden auch wieder.
Das ist doch nur eine Mode, und wir sind doch schon in der Phase, das die Masse derer die doch auch dazu gehören wollen, ihre Steingärten haben. Da überlegen sich die (Trendsetter) die sich abheben wollen, doch schon wieder was neues.
Ob das der Garten ist, die Kleidung, das Auto,.... . Ohne die ganzen Modeerscheinungen würde doch unsere Wirtschaft leiden.
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@ nurich #
Die Wirtschaft kann eigentlich nicht leiden. Sie ist kein Lebewesen. Menschen aber können leiden, zum Beispiel wenn sie sinnlose Arbeiten verrichten. Wer Gärtner geworden ist, weil er gerne echte Gärten anlegen will, muss sich wie ein Depp oder Sklave vorkommen, wenn er Gabionenzäune errichtet.

Tja, und die Sklaven haben nix zu sagen, dürfen sich nicht aufregen.

Übrigens rege ich mich so leicht gar nicht auf. Das macht es für einen selbst leichter, zur eigenen Meinung zu stehen.
Ich frage mich, warum Depressionen heute so weit verbreitet sind. Kann der gesellschaftliche Druck, immer gut drauf, bloß nicht miesepetrig zu sein die Ursache für das Ansteigen des Konsums von Psychopharmaka und illegalen Glückspillen sein?

Im Internet wimmelt es von Bildern, auf denen alle Arbeitnehmer einer Firma brav ihre Daumen zeigen: [www.google.com]

Die Gabionenzäune sind für mich der Stein gewordenen Ausdruck des weit verbreiteten Mitläufertums.




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@ wollmonster #
wollmonster schrieb:

Ich find es auch furchtbar mit solchen Steingärten. Bei uns macht genau so was die hiesige Gärtnerei seit einigem auch noch vor....

Die haben vorm Haus und Laden den Vorgarten in so einen Steingarten umgestaltet...

Nicht die klassischen Steingärten sind gemeint, nein es sind die grauenhaften SCHOTTERGÄRTEN!
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Nachdem der zwecks Unterdrückung wilder Pflanzen vor Jahren ebenfalls "großzügig" ausgebrachte Rindenmulch aus den Plastiksäcken übel ausgedünstet hat, hatte der Schotter seine Chance. Schotter stinkt und verrottet nicht.

Obwohl es nicht an Werbung für bunte Rindenhackschnitzel gemangelt hat, konnten diese sich auf dem Markt jedenfalls nicht durchsetzen wie Schotter.
[www.google.com]
Vor über zwanzig Jahren sah man auf einmal Vorgärten, die voller Rindenmulch waren, manchmal umrahmt von schadstoffhaltigen Bahnschwellen... Und die "Gärtner" hatten lediglich ein paar Töpfchen mit fleißigen Lieschen, Fuchsien oder Geranien in den Mulch gesetzt. So wenige, dass sie sie mit einer Gießkanne tränken konnten.


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Beitrag vom Autor bearbeitet am 14.04.19 um 18:12 Uhr.
@ amaria #
amaria schrieb:


Auf den Dörfern sieht man übrigens auch immer mehr Gräber, die mit Schotter oder teureren Steinen belegt sind. Die Angehörigen zünden nicht selten alle paar Tage Lichter an, sind noch fit genug, regelmäßig auf den Friedhof zu gehen. Manche pflegen daheim noch einen eigenen Garten und man muss sich fragen, wer ihnen dazu geraten hat, das Grab derart anlegen zu lassen.

Die "Berater" machen es sich vielleicht einfach zu einfach!


nimm einfach zur Kenntnis, daß
a) nicht Jeder ein eifriger Friedhofsgänger ist, und
b) Angehörige oft zu weit entfernt leben, um sich regelmäßig um die Grabstelle zu kümmern.
So ist es mit der Grabstelle meiner Eltern auch. Nach dem Tod unseres Vaters habe ich die regelmäßige jahreszeitlich wechselnde Bepflanzung eingestellt und das Grab mit einer Platte aus heimatlichem Anröchter Grünstein abdecken lassen, mit einer Umrandung aus gleichem Kies. Eine wunderschöne Südhanglage am Waldrand.
Seeehr sonnig oder - je nachdem
Zu besonderen Tagen lasse ich von der örtlichen Gärtnerei einen Kranz /eine Pflanzschale aufstellen (mit Foto per e-mail) und später wieder abräumen, ganz im Sinne meines Vaters.
Solltest mal sehen, wie Eidechsen & Blindschleichen die sonnenwarmen Steine zu schätzen wissen
Die Verwandten dort hatten zwar angeboten "nach dem Grab zu sehen", ich wollte es ihnen aber nicht dauerhaft zumuten und es reicht doch, wenn sie hin und wieder einen schönen Gartenstrauß hinstellen oder eine frische Kerze, wenn sie es gern wollen.
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Selbstverständlich habe ich Verständnis für diejenigen, die sich aus privaten Gründen für wenig oder gar kein Grün auf dem Friedhof entscheiden. Gerade auf älteren Friedhöfen stehen in manchen Lagen die Bäume derart nah an den Grabreihen, dass selbst begeisterte Hobbygärtner kapitulieren müssen. Vor Trockenheit und oder Wurzeldruck wächst dort so gut wie nichts. Und in trockenen Sommern wie dem vergangenen könnte gar nicht so oft gewässert werden, dass frisch gepflanzte Blumen hätten einwachsen können.

Was ich jedoch schade finde: Wenn Kunden ein bestimmter Stil aufgeschwatzt werden soll. "Das macht man jetzt so" habe ich selbst schon zu hören bekommen.
In der Ausbildung der Gärtner scheint mir auch mehr über Rechtsnormen gelernt zu werden als über Pflanzen. Darunter leidet die fachkundige Beratung der Kunden, die gern optimal auf die Boden- und Lichtverhältnisse ihres Gartens ausgewählten Pflanzen ein Zuhause geben möchten.
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