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Plauderecke
Forum: Plauderecke
Besprecht hier mit Euren Mitusern, was Euch so beschäftigt.

Gärten des Grauens

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Gabionen sind mir auch ein Dorn im Auge...
Auf Kunstrasen findet man keine Bienen - es kann niemand gestochen werden!!!!
(in einer Radiosendung hörte ich einmal eine Mutter fragen, was man denn gegen die Bienen tun kann, damit das Kind nicht gestochen wird )

In meiner Nachbarschaft ist ein Rosenbeet entfernt worden (Unkrautvlies und weiße Kiesabdeckung)
Das wurde nun auch entfernt. Jetzt ist dort über dem neuerlichen aufgebrachten Unkrautvlies gelber Rindenmulch auf dem ein paar mit Hauswurzen bepflanzte Amphoren lagern und mittendrin 2 auf dem Rücken strampelnde Schildkröten, deren Bauch ebenfalls mit Hauswurzen bepflanzt sind.
Mittig prangt eine einzelne, zur Form geschnittene Thuje.

Geschmäcker sind halt verschieden und das akzeptiere ich auch. Aber ich denke, dass der Anblick von auf dem Rücken strampelnde Schildkröten einfach Tierquälerei bedeutet, auch wenn es Steintiere sind. Für ein Kind, das mit diesem Anblick groß geworden ist wird das ganz normal sein, dass man lebende Schildkröten auch auf den Rücken dreht....



Leben allein ist nicht genug, sagte der kleine Schmetterling.
Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu.
(Hans Christian Andersen (1805-1875)
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Diese Steinschüttungen sind wohl der Problemlöser für Hausbesitzer, die nicht noch mehr Fläche zupflastern können.
Dabei gibt es doch eine preiswerte pflanzliche Alternative. Der allseits bekannte Giersch wächst auf jedem Boden und hat jede Fläche im nu erobert, wenn man die gehächselten Wurzeln kurz unterarbeitet. Prächtige Blätter und schöne Blüten.
Und die Rindenmulch- und Schotter-Nachbarn haben da auch was von wenn die Samen sich ausbreiten.
Ein richtiger Garten darf natürlich nicht in der Nähe sein!

Köstliches iss noch am selben Abend,
Ärger sprich erst am nächsten Morgen aus.
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@ Titania #
Auf einer längeren Busfahrt habe ich mal auf die Vorgärten am Straßenrand geachtet. Es gab in Neubaugebieten Straßen, da hatten alle Hausbesitzer ihre Freifläche vor dem Haus mit Schotter gestylt.

Und inmitten der grauen Modediktatur thronten auch ein paar graue Buddha-Figuren.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 15.04.19 um 21:39 Uhr.
@ amaria #
Das nennen die dann ihren Zen-Garten
Köstliches iss noch am selben Abend,
Ärger sprich erst am nächsten Morgen aus.
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@ Titania #
Ja.

So etwas wissen heute übrigens schon gebildete Kinder: [www.pro-kita.com]

Das wird allen Ernstes als Bildung verkauft. Mehr Spaß aber haben die Kinder, wenn sie in Eimerchen mit Stöckchen - oder auf öffentlichen Spielplätzen mit Zigarettenkippen als Kerzen - "Geburtstagskuchen" backen.

Im urbanen Raum soll so ein Zen-Garten Kinder vielleicht dafür entschädigen, dass man keinen richtigen Garten für sie hat. Je mehr Erwachsene keinen Bezug mehr zu einem Garten haben, um so einfacher wird es, Eltern für ihre Kinder Bildungskitas ohne eigenes Außengelände anzubieten.

Ihr Pluspunkt: Kinder, die meditieren haben sauberere Fingernägel im Vergleich zu Kindern, die buddeln.
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@ fuchsjaegerin #
fuchsjaegerin schrieb:

nimm einfach zur Kenntnis, daß
a) nicht Jeder ein eifriger Friedhofsgänger ist, und
b) Angehörige oft zu weit entfernt leben, um sich regelmäßig um die Grabstelle zu kümmern.
So ist es mit der Grabstelle meiner Eltern auch. Nach dem Tod unseres Vaters habe ich die regelmäßige jahreszeitlich wechselnde Bepflanzung eingestellt und das Grab mit einer Platte aus heimatlichem Anröchter Grünstein abdecken lassen, mit einer Umrandung aus gleichem Kies. Eine wunderschöne Südhanglage am Waldrand.
Seeehr sonnig oder - je nachdem
Zu besonderen Tagen lasse ich von der örtlichen Gärtnerei einen Kranz /eine Pflanzschale aufstellen (mit Foto per e-mail) und später wieder abräumen, ganz im Sinne meines Vaters.
Solltest mal sehen, wie Eidechsen & Blindschleichen die sonnenwarmen Steine zu schätzen wissen
Die Verwandten dort hatten zwar angeboten "nach dem Grab zu sehen", ich wollte es ihnen aber nicht dauerhaft zumuten und es reicht doch, wenn sie hin und wieder einen schönen Gartenstrauß hinstellen oder eine frische Kerze, wenn sie es gern wollen.

Bild biite
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@ amaria #
Ein Förderprogramm der EU für Kiesgärten? [www.mein-schoener-garten.de]

Interessant: Gartenbesitzer, die bereit sind, Schotter aus recyceltem Bauschutt in ihrem Garten zu verwenden, könnten einen Extrabonus erhalten.


So fördert man die Artenvielfalt...
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@ altilla #
Meinst du die Artenvielfalt des Substrats? Mit oder ohne Eternit? Geschredderte glasierte Blumentöpfe mit unterschiedlich hohen Cadmiumanteilen?

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@ amaria #
Meinst du die Artenvielfalt des Substrats? Mit oder ohne Eternit? Geschredderte glasierte Blumentöpfe mit unterschiedlich hohen Cadmiumanteilen?

Eigentlich die im Substrat. Also die unterschiedlichen Arten der Loriot Steinlaus Petrophaga lorioti
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@ altilla #
Wir brauchen in Zukunft ganz viele Steinläuse!

Was mir heute auch aufgefallen ist: In einigen Gärten, wo das "Kulturgut" Schotter schon unansehnlich wirkte und man sich nicht den Gabionenzaun geleistet hat, wurden in den Gartenzaun diese Plastikstreifen im der lebensfrohen Farbe Anthrazit eingezogen. [www.google.com]

Während Gärtner schon mal "Trauerränder" unter den Nägeln haben, bekommen nun auch noch die grauen Gärten "Trauerränder" verpasst.
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