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20.10.2015, 17.45 Uhr

Mama war mal

Bisher hab ich ja immer geglaubt, dass die Geschichte von den Igelmamas, die ihren Jungen zeigen, wo’s was zum Futtern gibt, eine Mär ist. Seit Vorgestern bin ich eines Besseren belehrt.

Sie (die Nr. 111, eine der begehrtesten Igelweibchen dieses Sommers), kam um 22:00 Uhr auf die Terrasse, im Schlepptau ein Junges. Nachdem sie ihrem Zögling zeigen wollte, wie man Erdnüsse frisst, dieser aber sich gar nicht dafür interessierte, wich sie auf die Alternative aus: Der Napf mit dem Katzenfutter. Obwohl in diesem nur noch Reste vom Fleischsaft waren, fand der Kleine das recht interessant und putzte alles weg.

Später, als wieder nur Fleischsaft-Reste im Napf waren, futterte der Kleine auch im Beisein eines anderen größeren Igels diese fast vollständig auf. Als der Napf dann endlich mit richtigem Futter gefüllt war, haute er sich den Bauch voll und verschwand.

Spät in der Nacht - eine Katze hatte die bereitgestellte Fleischportion bereits komplett vertilgt - versuchte der Kleine an die gewohnten Zitzen der Mama zu kommen, aber diese war konsequent: Sie zeigten ihm nur ihre kalte Stachelschulter, und so musste er schauen, wo er was Fressbares herkriegte. Soviel zum Film.

Heute hab ich dann tatsächlich feststellen müssen, dass die Igel-Mama nur eines im Sinne hatte: Dem Kleinen beibringen, dass es mit dem Säugen vorbei ist.

Sie fraß mehrmals vom Fleischnapf, verschwand aber dann immer wieder beim Nachbarn unter einem Gebüsch mit angrenzendem Holzstapel. Als sie wieder mal wie von der Tarantel gestochen davonrannte, schaute ich nach und sah: Sie hörte offensichtlich ihr hungriges Kleines und wollte es an den Fressnapf führen. Trotz vieler Versuche kehrte der Sprössling aber immer wieder um.

Hoffentlich kapierte der Kleine nun bald den Ernst der Lage. Das mit Mama ist nicht mehr.

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